Seit vielen Jahrhunderten nutzen die Menschen alle Produkte der Bienen: Honig, Bienenwachs, Pollen, Gelée Royale, Propolis und sogar das Bienengift finden in der Ernährung, in der Medizin und als Gebrauchsgegenstände Anwendung. Dabei  hat der Honig von allen Bienenprodukten die weitaus größte Bedeutung. Daneben spielen noch das Bienenwachs und der Pollen eine Rolle. Das Propolis – auch Kittharz genannt – wird von den Imkern in erster Linie für den Eigengebrauch gewonnen. Gelée Royale und Bienengift zumindest in Deutschland nicht kommerziell hergestellt.

Pro Tag fliegt eine Biene ca. 40 mal aus dem Stock. Dabei kann die einzelne Biene pro Tag 3 Gramm Nektar bzw. Honigtau eintragen. Dies entspricht bei 66% Wassergehalt ca. 1 Gramm Honig. Die Biene sammelt den Nektar von den Blüten der Wiesenblumen, Hecken, Sträuchern und Obstbäumen, von Rapsfeldern und Heideblüten. Der Honigtau wird von  Nadel-, Laubbäumen und Sträuchern gesammelt.

Im Bienenstock übernimmt die Stockbiene das Sammelgut und verarbeitet es mit großer Sorgfalt weiter zu Honig. Sie verlagert es ständig von einer Wabenzelle zur anderen und entzieht ihm dabei Wasser. So reift der Honig langsam heran, wobei er von der Stockbiene mit Enzymen angereichert wird, die zum Teil auch antibakterielle Substanzen im Honig bilden. Nach der Reifung und Füllung schließen die Bienen die Zellen mit einer dünnen Wachsschicht, um den fertigen Honig vor fremden Einflüssen (z.B. Feuchtigkeit) zu schützen.

 

Honiggewinnung – die verantwortungsvolle Aufgabe des Imkers

Honig ist ein unverfälschtes Naturprodukt, welches von den Bienen mit größter Sorgfalt gewonnen wird. Honig muss vor Wärme, Licht und Feuchtigkeit geschützt und daher kühl, dunkel und trocken bei äußerster Hygiene und Sauberkeit gelagert werden. Qualitätshonig wird aus Waben gewonnen, die von den Zelldeckeln befreit wurden. Der Honig wird erst dann geschleudert, wenn er reif ist. Die Worte „kalt geschleudert“ auf Etiketten sind irreführend. Dies ist eine Selbstverständlichkeit, denn Honig wird in Zentrifugen immer „kalt“ geschleudert. Kaltschleudern ist ein Begriff aus den Jahren um 1850. Damals war die Zentrifugal-Schleuder noch nicht erfunden.

Achten Sie beim Kauf von Honig darauf, dass er in einem Glas des Deutschen Imkerbundes abgefüllt ist. Wenn Sie den Honig bei Ihrem Imker kaufen, können Sie sicher sein, dass dieser Honig kein minderwertiger Verschnitt von Sorten aus fremden „Ländern der Welt“ ist.

Es ist wichtig, dass naturbelassener Honig von der Entnahme aus dem Bienenvolk bis zur Abfüllung in das Verkaufsgebinde eine besondere Pflege durch den Imker erfährt. Der kürzeste Weg des Honigs von den Bienen zum Verbraucher sichert die höchste Naturbelassenheit des Honigs. Dies ist dann sichergestellt, wenn der Honig direkt vom Imker zum Verbraucher gelangt. Der Honig wird vom Imker nicht weiter bearbeitet und kommt durch die Pflege des Imkers unverfälscht zum Verbraucher.

Ernährungswissenschaftler haben festgestellt:

– Je geringer der Verarbeitungsgrad, desto höher die Wertigkeit –