Je nach Pflanzenangebot, Witterung und Jahreszeit gibt es eine Vielzahl von Honigsorten mit unterschiedlichem Geschmack und Farbe, wie Blütenhonig, Rapshonig oder Waldhonig. Nicht in jedem Jahr stehen alle Honigsorten zur Verfügung, da die Witterung ein Befliegen der Trachtpflanzen nicht immer zulässt.

 

Flüssiger und fester Honig

Bei der Schleuderung fließt der Honig klar und dickflüssig aus der Schleuder. So soll er auch in das Glas gefüllt werden. Die klarflüssige Beschaffenheit ist aber kein Dauerzustand. Über kurz oder lang wird der Honig kristallisieren. Der Traubenzucker, welcher in allen Honigen reichlich vorkommt, kristallisiert zuerst. Ob ein Honig rasch oder langsam kristallisiert, hängt von der Sorte ab. Raps- und Löwenzahnhonig kristallisieren schnell, schon wenige Tage nach der Schleuderung. Die meisten Honigtausubstanzen (Waldhonig) kristallisieren langsam.

Durch Rühren des Honigs vor der Abfüllung wird die Kristallbildung gestört. Kristalle können sich nicht erneut bilden. Es entsteht der von den Honigliebhabern so beliebte feinkristalline, schön streichfähige Honig, ein Genuß auf Ihrem Frühstückstisch.

Ebenso natürlich sind helle Flecken auf der Oberfläche, an der Seite oder am Boden des Glases bei kristallisiertem Honig, die man als „Blüten“ bezeichnet und die durch Lufteinlagerungen zwischen den Honigkristallen entstehen. Der cremig-auskristallisierte Honig ist ein natürliches Bienenprodukt.

 Das Gute im Honig …

Durch die schonende Gewinnung und sachgerechte Pflege des Honigs bleiben wertvolle Wirkstoffe erhalten, die für den menschlichen Körper unentbehrlich sind. Honig enthält auch organische Säuren, Vitamine und antibakterielle Stoffe. Wichtig für den Ernährungshaushalt sind auch die in Spuren enthaltenen Mineralstoffe wie Kalzium, Natrium, Kalium, Magnesium, Eisen, Phosphor und vieles mehr. Sie erkennen, Honig ist mehr als Haushaltszucker!

 
… zum Besten der Gesundheit

Dank seiner verschiedenen Anteile von Trauben- und Fruchtzucker ist Honig ein schneller Kraft- und Energiespender, ohne den Körper zu belasten. Kinder, Kranke, Sportler, Schwerarbeiter und Stressgeplagte wissen seine Wirkung zu schätzen. Für Herz- und Kreislauflabile kann Honig eine wertvolle Hilfe sein. Honig fördert die Verdauung. Er eignet sich als Entspannung ausgezeichnet zur Einnahme vor dem Schlafengehen. Die Fermente bzw. Enzyme sind ohne Erwärmung des Honigs voll wirksam. So ist auch die sehr wärmeempfindliche Glukoseoxidase, mit ihrer keimtötenden Wirkung, ungestört. Sie verhindert z.B. die dem Haushaltzucker nachgewiesenen Nachteile für den Körper.

Der richtige Umgang mit Honig:

Kristallisierter Honig kann im Wasserbad durch Erwärmen wieder verflüssigt werden. Dies sollten Sie aber nicht tun, um so die natürlichen Bestandteile nicht zu schädigen oder gar zu zerstören. Bewahren Sie Ihren Honig im Imkerhonigglas an einem dunklen Platz bei Zimmertemperatur auf, dann bleibt er cremig und streichfähig.

Besuchen Sie Ihren Imker, denn von ihm bekommen Sie Ihren guten Honig, nach altem Imkerbrauch am Ende des Sommers geschleudert, nur gesiebt, kalt gerührt und nicht maschinell gefiltert in das Markenglas des „Deutschen Imkerbund“ abgefüllt. Ein Honig, dem die Frühlings- und Sommerblüte sein vollendetes Aroma gibt und der Ihr Vertrauen verdient.